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Im LeLac nicht publizierte Artikel

www.auberge-cigogne.ch / Villars-le-Grand
La Cigogne - l’auberge à la campagne
Serge Betteto vor der Cigogne
Serge Betteto führte mit seiner Frau Karin während 12 Jahren erfolgreich die Ringmauer in Murten. In Salvenach planten die beiden, eine „Maison d’hôtes“ aufzubauen, ein kleines Restaurant mit 2 oder 3 Gästezimmern. Das Projekt platze kurz vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages. Ernst Itten, der die Auberge de la Cigogne in Villars-le-Grand vor ein paar Jahren gekauft, umgebaut und Ende 09 wiedereröffnet hat, liess es sich nicht nehmen und stellte den bekannten Küchenchef aus Murten an.
Bonne table à la campagne
„Une bonne table à la campagne“ ist unser Konzept, betont Serge Betteto, der nicht irgendwelchen Punkten nachrennen will, sondern eine Qualitätsküche ohne „Schi-Schi“ in gemütlicher Atmosphäre anbietet. In der Küche bereiten Serge Betteto und Sandra Lemos mit grösster Sorgfalt die Spezialitäten aus dem Meer, vom Land und aus den Seen zu. Es gibt keine grosse Speisekarte in der Cigogne, sondern nur wenige Spezialitäten, die täglich frisch zubereitet werden. Auf der Karte findet man ein gratiniertes Schweizer Rindsentrecôte, les Filets de perches meunière de l’Auberge ou à la persillade, das Menu de l’Auberge, wo der Gast zwischen vier Vorspeisen, drei Hauptgängen und vier Desserts auswählen kann. Die Spezialität, die die Gäste von der Ringmauerzeit kennen, ist das Menü du Lac für zwei Personen: Filets de perches, Salat und 5dl Vully für zwei Personen für 80 Franken.
Im gekonnt renovierten Restaurant mit Cheminée, das eine besonders angenehme Ambiente ausstrahlt, warten sechs Tische auf max. 20 Gäste. Im Bistro, mit 14 Plätzen, wird den Gästen auch das Tagesmenü für 16 Franken serviert. Die Auberge verfügt über eine kleine Terrasse und drei Gästezimmer. Die Cigogne ist am Sa & So und vom 24. Juli bis 15. August geschlossen. Serge Betteto sucht eine verantwortungsbewusste Serviertochter mit Charme.
026 677 11 17

Galerie Y’a q’A, Chavannes-sous-Orsonnens
Air-o-tik, Country und mehr…

Pierre Keller / Wie jedes Jahr im Juli wartet die Galerie Y’a q’A, Alte Mühle in Chavannes-sous-Orsonnens, mit einem bunten wie auch brillanten und reichassortiertem Programm auf. Das Schwergewicht liegt dieses Jahr in der aktuellen Kunstausstellung, die von nicht weniger als 17 Künstlerinnen und Künstlern bestritten wird. Das Motto Air-o-tik lässt einige Neugier aufkommen, wirken doch Wortspiele oft erstaunlich fantasieanregend auf Künstler, wie auch auf die Erwartungen der Besucher. Für Spannung ist also gesorgt, insbesondere als die Y’a q’A-Galeristen nicht als besonders zugeknöpft gelten. Dies gilt auch für den Anlass der Soirée Country vom 9. Juli, der, als durchschlagender Erfolg, bereits zum vierten Mal auf der Agenda steht. Mit der Western-Band Colorado und JJ Egli, mit 2 Tanzpisten, Bar, Restauration und freiem Eintritt bleiben keine Wünsche offen. Dies gilt auch für die Soirée gauloise vom 24. Juli, mit Ambiance celtique mit Marianne und Philippe, einer ganzen Wildsau am Spiess über offenem Feuer, stimmiger Musik und selbstverständlich (wie auch beim Country-Fest) mit Tenue d’époque für Gäste (für die Soirée gauloise Anmeldung erforderlich). Die eigenwillige Philosophie der Galeristin und des Galeristen wie auch die Alternativformen der Ausstellungen und Anlässe machen den Besuch in der Mühle Chavannes-sous-Orsonnens zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis der kultigen Art. Weitere Y’a q’A-Anlässe auf: www.galerieyaqa.com

Vallamand-Dessus
10 Jahre Chenevières-sur-Scène

Pierre Keller / Was heute als ein kultureller Begriff für unsere Region steht, wurde vor genau 10 Jahren vom Winzer, Künstler, Sänger und Initiant Jean-Claude Hurni aus Vallamand-Dessus aus der Taufe gehoben. Über Jahre harter Arbeit hinweg, entwickelte und entfaltete sich die kleine Musik- und Theaterszene zum heutigen, aus unserer Region nicht mehr wegzudenkenden kulturellen Festival eigener Prägung. „Der Erfolg kam nicht von ungefähr, er beruht auf unserer Qualität und Einfachheit – das gefällt…!“, stellt Jean-Claude Hurni nüchtern fest. In der Tat hat die kleine Bühne eine grosse Zahl treuer Freunde und Besucher von nah und fern, und man erinnert sich gerne an musikalische und theatrale Sternstunden im weissen Zelt hoch über dem Murtensee. Der bekannte Schweizer Schauspieler Jean Winiger (in Abbé Bovet / General Guisan) sagte einmal: „Man kann sich der Magie und dem Charme dieses Kleintheaters nicht entziehen – weder die Künstler noch das Publikum. Das liegt an der berührenden Nähe, an der Selbstverständlichkeit und der Einfachheit der zwischenmenschlichen Kontakte. Es ist ein sehr schönes Erlebnis, auf dieser winzigen Bühne stehen zu dürfen.“ Dass es diesen Sommer auch zum Erlebnis für die Besucher wird, dafür sorgt das ausgewogene und viel versprechende Programm: Lara, die junge kanadische Künstlerin, Schauspielerin und Kult-Sängerin, die in Montreal und Quebec für Furore sorgt mit ihrem Ensemble; der grosse Jacques Brel, interpretiert und porträtiert von Jean-Claude Hurni und begleitet von Mary Freiburghaus, piano; drei brennendheisse Doku-Filme mit Diskussionspodium; das beliebte Cabaret féminin <Les Cybergonzes règlent leurs contes> und ein Gastro-Menu mit musikalischer Begleitung. Ein charmantes Programm in hochstehender Qualität erwartet die Besucher. Noch sind für jedes Spektakel gute Plätze erhältlich. Detaillierte Spieldaten und alles Weitere erfährt man über www.chenevieres-sur.scene.ch oder 079 920 35 65

Die 19. WM als finanzieller Erfolg
Die FIFA verdient so gut wie noch nie
Kurt Rumo / Für die FIFA ist die 19. Weltmeisterschaft schon als Erfolg verbucht – zumindest finanziell. Die FIFA hat mit ihrem Vermögen im Jahr 2009 erstmals mit 1,061 Milliarden US-Dollar die Milliarden-Schallmauer durchbrochen, dank eines Gewinnes von 196 Millionen. Bedenkt man, dass der Weltverband noch 2002 ein Eigenkapital von minus elf Millionen aufwies, sind die Entwicklungssprünge dank der explodierenden Einnahmen aus den TV- und Marketing-Rechten enorm. Die Einnahmen der FIFA haben sich seit dem Vierjahreszyklus 1995 bis 1998 von 257 Millionen Dollar um das Zwölffache auf 3,2 Milliarden Dollar in der Periode 2007 bis 2010 erhöht. Präsident Blatter versprach die Auszahlung einer „Dividende“ für 2009. Jeder der 208 FIFA-Mitgliederverbände erhält zusätzlich eine Bonusauszahlung von 250’000 US-Dollar (insgesamt 52 Millionen), jede der sechs Konföderationen bekommt 2,5 Millionen (insgesamt 15 Millionen). Die 80 Millionen US-Dollar, die dem südafrikanischen OK als Gewinn garantiert wurden, schüttelt der Weltverband aufgrund dieser Summen ganz locker aus der Tasche.
Die FIFA kontrolliert in Südafrika alles, was mit Geld zu tun hat. Rund um Stadien und Fan-Zonen darf ohne teure Genehmigung nichts verkauft werden – keine Getränke, Bratwürste, Fahnen, Vuvuzela-Tröten und auch keine selbst gebastelten Souvenirs. Das schadet vor allem Zehntausenden von schwarzen Bewohnern, die als traditionelle Kleinhändler ihre Familien ernähren. Sie versorgen die Schlachtenbummler mit Speis und Trank und Fanartikeln, seit am Kap Fussball gespielt wird. Nun fühlen sie sich belogen und betrogen. Die Weltfussball-Herrscher präsentieren sich am Kap zwar gerne als öffentliche Wohltäter, in Wahrheit aber verfolgen sie nur ihre eigenen Profitinteressen.
Die meisten internationalen Sportorganisationen und -Verbände haben ihren Sitz in der Schweiz – und das vor allem aus steuerlichen Gründen. Obwohl diese Verbände wie Unternehmen geführt werden und zum Teil Milliardengewinne abschöpfen, hat der Nationalrat im März mit 116:58 Stimmen die Steuervergünstigungen bestätigt, somit ist die Steuerbefreiung weiterhin in Kraft. Aus Sicht der Mehrheit im Nationalrat spielen die internationalen Sportverbände eine wichtige soziale Rolle und bringen einen Imagegewinn für die Schweiz.

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