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Im LeLac nicht publizierte Artikel


Malawi, Land und See

Von einem anderen See…

Linda Ratschiller / Malawi, ja, dort adoptiert Madonna ihre Kinder. Doch was wissen wir sonst von Malawi? Die Wiege der Menschheit soll dort liegen. Doch warum führen so viele Menschen dort ein so menschenunwürdiges Leben? In Zeiten von globaler Finanzkrise und drohender Hungersnot möchte ich an dieser Stelle eine malawische Erfolgsgeschichte erzählen. Nkhata Bay ist ein Fischerdorf in Zentralmalawi, jenes Land in dem die Hälfte der Bevölkerung unter 15 Jahre alt ist und der Altersdurchschnitt gerade mal bei 38 Jahren liegt. Paradiesische Zustände für unsere AHV könnte man meinen. In Nkhata Bay liegt “Mayoka Village”, eine von vielen idyllisch gelegenen Unterkünften im südlichen Afrika. Doch Mayoka Village zeichnet sich durch jene afrikanische Gastfreundschaft und Innovativität aus, die viel zu selten Eingang in unsere Medienlandschaft findet. Dorfbewohner schufen vor rund 10 Jahren ein Ort, an dem sich Reisende wie zu Hause fühlen und Einheimische einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen.
52 von ihnen arbeiten heute beim Erfolgsprojekt Mayoka Village mit. Sie führen ein Backpackers, in dem es täglich „Cuisine du Marché“ gibt, obwohl sie das Wort nicht kennen. Gegessen wird was der Markt zu bieten hat: Nzima (das malawische Nationalgericht, eine Art Polenta), frischer Fisch aus dem Malawisee aber auch frisch zubereitete Pizza aus dem Steinofen. Abends sorgen die Musiker von Nkhata Bay für den richtigen Klang. Die Wäsche macht die verwitwete Nachbarin, die das Geld gut für die Bildung ihrer vier Kinder einsetzen kann. Die fast leeren Sonnencremetuben, die die Gäste im Zimmer liegen lassen, kommen den Albinos zu Gute, die viel zu oft unter Hautkrebs leiden. Das Konzept ist einfach: Einheimische verwerten einheimische Produkte, um ihren eigenen Wirtschaftskreislauf anzukurbeln.
Mayoka Village verkörpert jene Entwicklung, die Afrika nicht im Sog der Globalisierung verschluckt. Durch die Besinnung auf ihre regionalen Stärken ist den Dorfbewohnern Nkhata Bays die Entkoppelung von der Fischerei und den internationalen Entwicklungsgeldern gelungen. Afrika braucht Entwicklungshilfe, doch wenn sie zu einer Abhängigkeit, gar zu einer Art Neokolonialismus führt, schadet sie den einheimischen Kulturen mehr als sie ihnen hilft. Jean Ziegler, von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, kommentierte das Problem so: “Es geht nicht darum, den Menschen der dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.” In diesem Sinne sollten die Entscheidungsträger unserer globalisierten Welt die afrikanischen Gesellschaften nicht dem rauen Wind des Finanzkapitalismus aussetzen, sondern lokale Initiativen schützen und fördern, damit auch in den schwächsten Wirtschaftsstaaten unserer Welt Platz für Selbstinitiative bleibt!

 

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Auch das ist Fussball:

Footvolley, eine Trendsportart aus Brasilien

Kurt Rumo / Copacabana, Sand, Sonne – und die Polizei. Vor 15h war 1963 kein Fussball am Strand erlaubt. Darauf achteten die Ordnungshüter gewissenhaft. Eine Gruppe junger Männer schaute sich verdutzt um, entdeckte ein Volleyballfeld – und umging das Verbot, indem sie ein neues Spiel erfanden: Der Ball darf nicht mit Armen und Händen geführt werden, nicht den Boden berühren. Eine neue Sportart war geboren: „Futevôlei“ (sprich Futschivolei), der Beachvolleyball und Fussball verbindet. Er erfordert eine ausgeprägte Technik, Koordination und Körperbeherrschung im Sand. Die Ballwechsel sind oft länger als beim Beachvolleyball und sehr spektakulär für den Zuschauer. Prominente Fussballer wie Romario, Bebeto, Zico verholfen dem Sport zu grosser Popularität. Die Regeln basieren auf denen des Beachvolleyballs. Zwei Mannschaften mit jeweils zwei Spielern stehen sich auf einem Beachvolleyball-Feld gegenüber, das durch ein 2,20m hohes Netz geteilt ist. Ziel des Spiels ist es, den Ball regelgerecht über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu bringen und zu verhindern, dass er in der eigenen Spielfeldhälfte zu Boden fällt. Spätestens mit dem dritten Kontakt muss der Ball über das Netz gespielt werden, ohne dieses zu berühren.
In den 1990er Jahren kam Footvolley nach Europa. Heute gibt es einen Weltverband, eine Europaliga und einen Schweizerischen Fussvolleyballverband, der 2004 gegründet wurde, mit dem Ziel, den Footvolley auch in der Schweiz populär zu machen. Die Schweiz hat von Beginn weg die internationale Entwicklung dieser faszinierenden Sportart mitgeprägt, um im sportlichen Bereich ähnlich wie im Beachvolleyball eine gute Rolle zu spielen.
In Luzern gibt es seit 1960 einen Fussvolleyballklub. Dort finden jährliche Meisterschaften statt. Dokumente belegen, dass dort schon um 1930 Fussvolley gespielt wurde. Da stellt sich natürlich die Frage „Wer hat’s erfunden?“ Eigentlich unerklärlich, weshalb Fussvolleyball erst jetzt begann, ins Rampenlicht zu treten.

 

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Galerie du Château, Avenches

Roger Gerster, Skulpturen + Gemälde

Pierre Keller / Ein überdurchschnittlich hohes Gestaltungsniveau prägt die aktuelle Ausstellung des international bekannten Kunstschaffenden Roger Gerster in der Galerie du Château in Avenches. Roger Gerster sah sich nie als arrivierter Künstler, im Gegenteil: Seine grossen Erfolge in ganz Europa und den USA dienten ihm immer wieder als Anstoss zur Erneuerung. Heute, als 70jähriger, ist er ein Meister der Fächer Zeichnung, Malerei und Skulpturen. Sein zur Perfektion herangereiftes Werk präsentiert sich in selten erlebter Homogenität. Hier ist ein grosser Künstler am Werk, der keine Kompromisse duldet, weder in der Aussage noch in der Technik. Wuchtig und schwebend zugleich, elegant, graziös aber nie epigonenhaft seine Bronze-Skulpturen, als in der Bewegung erstarrte und auf einen Punkt gebrachte Dynamik. Die Zeichnungen und Bilder könnten die Entwürfe zu seinen Skulpturen sein. Schwebende, transparente, jedoch stark prononcierte Figuren und Gestalten in weitgeöffnetem, diffusem Umfeld schaffen bestechende und eindrückliche Kontraste. Etwas Zwingendes, Magisches und geheimnisvoll Verborgenes zieht den Betrachter in ihren Bann. Das Geheimnis liegt in der grossen Vorstellungskraft des Künstlers und in seinen subtil und meisterlich beherrschten und angewandten Techniken. Dazu der unbeugsame Wille, seine Visionen und Optiken in Bronze und auf Leinwand zu verwirklichen. Die unbedingt sehenswerte Ausstellung vermittelt ein schöpferisch einheitliches Bild einer gereiften Künstler-Persönlichkeit, und ist noch bis zum 6. Dez. 2009 in der Galerie du Château in Avenches zu sehen.

 

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Dompierre

Dritte Trophée du Raisin

Pierre Keller / Barkeeper, ein Metier der absoluten Perfektion, das nicht nur gelernt, sondern beherrscht sein will. Die eindrücklichen Präsentationen der Kandidaten anlässlich der 3. Trophée du Raisin in Dompierre – als Vorausscheidung zur Trophée international Calvados 2010 in der Normandie – vereinigten Können, Stil und Phantasie für neue Kreationen in den Sparten Cocktails und Longdrinks. Gleichzeitig herrschte gespannte Wettkampfstimmung. Veranstalterin Kathrin Leisi liess es an nichts fehlen. Sekundiert von den zwei ehemaligen Schweizer Weltmeistern Daniel Pion und Peter Roth (Ex-Weltmeister) als Juroren, durfte sie unter den insgesamt 16 teilnehmenden Kandidaten und Kandidatinnen folgende Professionelle und Amateure (getrennte Kategorien) küren. Für die Professionellen: Bruno Séguin, Barchef im Hotel Swissotel Metropole in Genf vor Hans-Peter Ott aus Andermatt. Der erste Platz bei den Debütanten ging an Giulio Gardinal vor Laura Schürch aus dem Lacotel in Avenches. Die zwei glücklichen Gewinner werden im nächsten Frühjahr die Schweiz in der Normandie vertreten.

 

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LO Formel Lista Junior

Erfolgreiches Daltec-Racing Team

Das Daltec Racing Team gewann auch dieses Jahr den Fahrer- und Teamtitel der LO Formel Lista Junior Rennserie.

An sechs Rennwochenenden auf den bekannten Rundstrecken von Dijon, Spa, Nürburgring, Hockenheim, Magny-Cours und Monza holte das Rennteam aus Domdidier insgesamt 6 Siege an 12 Rennen und 9 weitere Podestplätze.
Der italienische Nachwuchsstar Kevin Giovesi wurde durch seinen Ingenieur Yvan Berset aus Courtepin optimal betreut und konnte dadurch das Preisgeld der Juniorenmeisterschaft von CHF 100`000,-- mit nach Italien nehmen. Christof von Grünigen aus Domdidier holte den 4. Platz im Gesamtklassement. Noch vor dem Finale in Monza lag er an 2. Stelle, wurde aber in beiden Rennen von Gegnern ins Aus befördert, was ihm den schon fast sicheren Vizetitel kostete. In der Saison 2010 wird das ambitionierte Racing Team aus Domdidier an der Formula BMW Europa-Meisterschaft im Rahmen der Formel 1 teilnehmen. Mehr Informationen unter
www.daltecracing.com

 

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Courtepin

Neue Landi im Baukastensystem

Mitte Oktober wurde die neue Landi in Courtepin eröffnet. Die Landi-Bauten werden seit einigen Jahren in Modulbauweise hergestellt, sodass sämtliche Landis gleich aussehen. Die einzelnen Module fertigt das Team in einer wettergeschützten Werkhalle. Beim Eintreffen der Elemente auf der Baustelle sind alle Fenster, Strom- und Wasseranschlüsse bereits eingesetzt. So wird schneller und günstiger gebaut. Die Landi Courtepin verkauft auf einer Verkaufsfläche von 1000m2 über 6000 Artikeln. In die neue Landi investierten die beiden Landwirtschaftsgesellschaften Moulin agricole und Syndicat agricole 4 Mio. Franken. Geschäftsführer ist Michel Folly, der ein Team von 5 MitarbeiterInnen führt und sich ein Umsatz um die 2,5 Mio. erhofft.

 

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Praz: 7 novembre / www.vullybluesclub.ch

2. Vully Blues Festival

Nach dem riesigen Erfolg der ersten Auflage des Vully Blues Festivals im 2008 mit über 600 Zuschauern war es für die Organisatoren nahe liegend, eine weitere Auflage zu planen.

Das Piano im Vordergrund
Es gibt etwas für jeden Geschmack: vom Ursprung des Blues im Delta des Mississippi-Flusses über zeitgenössische Kompositionen bis hin zum beliebten Blues-Rock der siebziger Jahre sowie Rockabilly und Boogie Woogie mit Silvan Zingg, ein Pianist von sehr hohem Niveau, der in der Schweizer Boogie Szene überaus bekannt und beliebt ist.

Warmer Empfang auch im November
Die sieben Weinkeller von Praz sind echte Schatzkästchen, die den Blues in gleichen Rahmen zelebrieren wie früher in den Barrelhouses (Fässerhäuser) in New-Orleans. Nebst dem unwiderstehlichen Charme der Weinkeller werden sich die Festivalbesucher auch ab dem warmherzigen Empfang der Winzer erfreuen können. Die Winzer bieten ebenfalls verschiedene kulinarische Köstlichkeiten an. Die meisten Keller sind Nichtraucher. Fazit: Vergnügen pur am Vully Blues Festival!

 

 

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  Last Update
30.1.2012
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