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Im LeLac nicht publizierte Artikel

Das Heiligtum des Cigognier in Avenches

Ein eher enttäuschendes Fazit des Wissens

Pierre Keller / Der Apéritif du Musée romain Avenches vom 16. April 05 bot für viele Besucher ein etwas ernüchterndes Bild. Eine vielleicht erwartete Überraschung blieb aus, wenn auch der Vortrag des Archäologen und Verantwortlichen der Monumente, Philippe Bridel, brillant und spannend geführt wurde, der Redner die sehr mageren Einsichten der letzten 20 Jahren geschickt mit trockenem Humor überspielte und eigentlich alles sagte was ohnehin kein Mensch genau weiss. Was wir heute sehen können umfasst vielleicht ein Viertel des ganzen Tempelbezirks, der damals mit dem Theater und einigen Nebentempeln eine autonome kleine Stadt bildete. Bestimmt eine interessante Perspektive für zukünftige Ausgrabungen. Was aber das eigentliche Heiligtum bedeutete, welcher Gottheit es gewidmet war und ob es sich um eine zentrale oder eher bedeutungslose Tempelanlage handelte, das verschweigen uns die Ruinen. Die ganze Geschichte könnte 98 n.Ch. aber auch zur Ehre des Kaisers erbaut worden sein, fand man doch die berühmte Goldbüste Marc Aurel’s in diesem Bezirk. Philippe Bridel liess aber auch die Ansicht gelten, dass der Tempelbau einem multireligiösen und kulturellen Zweck gedient haben mochte. Verständlich; die klugen Römer haben den damals schon stiernackigen Helvetern ihre Gottheiten erst gar nicht aufzuzwingen versucht!
Item; das Geheimnis des Sanktuariums „Cigognier“ muss wirklich tief begraben sein, denn die Archäologen finden es nicht und die Geschichtsforscher sind so klug wie zuvor. Trotzdem hat sich der Apéritif mit einer klaren Auslage des Wissens um das Sanktuarium gerechtfertigt. Das weckt auch die Frage, ob es eigentlich sinnvoll ist alles wissen zu müssen, oder ob ein dunkles Geheimnis nicht ebenso spannend und aktuell ist wie ein spektakulärer Fund, der das Sanktuarium dann endgültig in die Schubladen verweisen würde. Wir lieben unseren guten alten Cigognier auch mit Geheimnis, das bestätigte das bis auf den letzten Stuhl belegte Auditorium...
Und hier noch ein Hinweis auf den Apéritif du Musée romain vom 21. Mai 05. «Lumière, chasser l’obscurité à l’époque romaine». Hoffen wir, dass Catherine Meystre Mombellet, conservatrice, und Anne Hochuli-Gysel, directrice, etwas Licht in diese ebenfalls römisch-obskur-zappendustere Dunkelheit bringen können!
Studie über die Rolle des Pferdes in der Schweiz
Eine Arbeitsgruppe, die sich aus den wichtigsten Vertretern der Pferdebranche zusammensetzt, startet eine Studie über die gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Rolle des Pferdes in der Schweiz. Es soll eine Bestandesaufnahme erstellt werden. Die vom Nationalgestüt geleitete Studie hat zum Ziel, die wichtigsten Aufgaben der verschiedenen Akteure der Pferdewelt herauszuschälen und die von der Öffentlichkeit gewünschten Rahmenbedingungen zu ermitteln.
1987 trug eine vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement und vom Eidgenössischen Militärdepartement in Auftrag gegebene Studie unter der Leitung von Prof. Heinz Gerber die wichtigsten Informationen zur schweizerischen Pferdewelt zusammen.
Seither hat sich der Stellenwert des Pferdes in der Schweiz grundlegend geändert: Der Reit- und Fahrsport erfreut sich zunehmender Beliebtheit; Freizeit- und Wettkampfaktivitäten mit Pferden sind im Aufwind; die Wahrnehmung des Pferdes durch die Bevölkerung hat sich gewandelt; neue Zuchttechniken wurden entwickelt; der Bund ist von der selektiven zur generellen Unterstützung aller durch Organisationen betreute Pferderassen übergegangen; die Pferdebestände sind allgemein gestiegen und gleichzeitig haben sich diejenigen der Armee deutlich verringert.
Da aktuelle Daten zur Beurteilung der Rolle des Pferdes in der Schweiz fehlen, hat die Arbeitsgruppe „Groupe de travail Filière cheval“ (GT FiChev) beschlossen, eine Bestandesaufnahme der Schweizer Pferdewelt vorzunehmen. Der vom Nationalgestüt geleiteten Arbeitsgruppe gehören Vertreter der öffentlichen Hand (Bundesamt für Landwirtschaft, Nationalgestüt, Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport), von Zuchtorganisationen, des Schweizerischen Verbands für Pferdesport und der tierärztlichen Kreise an.
In einem ersten Schritt werden die aktuellen Daten zusammengetragen und gegebenenfalls mittels Erhebungen und Umfragen ergänzt. Die anschliessende Datenauswertung soll ein Licht auf die gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Rolle des Pferdes in der Schweiz werfen. Endziel ist, die wichtigsten Aufgaben und Tätigkeiten zu eruieren, welche die verschiedenen öffentlichen und privaten Akteure der Pferdebranche im Interesse des Pferdes übernehmen könnten. Die Ergebnisse dieser Studie werden voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahres 2006 vorliegen.


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Studie über die Rolle des Pferdes in der Schweiz

Eine Arbeitsgruppe, die sich aus den wichtigsten Vertretern der Pferdebranche zusammensetzt, startet eine Studie über die gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Rolle des Pferdes in der Schweiz. Es soll eine Bestandesaufnahme erstellt werden. Die vom Nationalgestüt geleitete Studie hat zum Ziel, die wichtigsten Aufgaben der verschiedenen Akteure der Pferdewelt herauszuschälen und die von der Öffentlichkeit gewünschten Rahmenbedingungen zu ermitteln.
1987 trug eine vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement und vom Eidgenössischen Militärdepartement in Auftrag gegebene Studie unter der Leitung von Prof. Heinz Gerber die wichtigsten Informationen zur schweizerischen Pferdewelt zusammen.
Seither hat sich der Stellenwert des Pferdes in der Schweiz grundlegend geändert: Der Reit- und Fahrsport erfreut sich zunehmender Beliebtheit; Freizeit- und Wettkampfaktivitäten mit Pferden sind im Aufwind; die Wahrnehmung des Pferdes durch die Bevölkerung hat sich gewandelt; neue Zuchttechniken wurden entwickelt; der Bund ist von der selektiven zur generellen Unterstützung aller durch Organisationen betreute Pferderassen übergegangen; die Pferdebestände sind allgemein gestiegen und gleichzeitig haben sich diejenigen der Armee deutlich verringert.
Da aktuelle Daten zur Beurteilung der Rolle des Pferdes in der Schweiz fehlen, hat die Arbeitsgruppe „Groupe de travail Filière cheval“ (GT FiChev) beschlossen, eine Bestandesaufnahme der Schweizer Pferdewelt vorzunehmen. Der vom Nationalgestüt geleiteten Arbeitsgruppe gehören Vertreter der öffentlichen Hand (Bundesamt für Landwirtschaft, Nationalgestüt, Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport), von Zuchtorganisationen, des Schweizerischen Verbands für Pferdesport und der tierärztlichen Kreise an.
In einem ersten Schritt werden die aktuellen Daten zusammengetragen und gegebenenfalls mittels Erhebungen und Umfragen ergänzt. Die anschliessende Datenauswertung soll ein Licht auf die gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Rolle des Pferdes in der Schweiz werfen. Endziel ist, die wichtigsten Aufgaben und Tätigkeiten zu eruieren, welche die verschiedenen öffentlichen und privaten Akteure der Pferdebranche im Interesse des Pferdes übernehmen könnten. Die Ergebnisse dieser Studie werden voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahres 2006 vorliegen.


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La Liberté bekommt neues Layout

Die Freiburger Tageszeitung «La Liberté» erscheint seit dem 30. April
mit einem neuen Layout. Zum leichteren Austausch von Artikeln
wird die Seitenaufteilung mit jener der Walliser Tageszeitung
«Le Nouvelliste» harmonisiert. La Liberté erscheint ab Ende
April unter anderem mit einer neuen Grundschrift und einem
neuen Zeitungskopf, wie Chefredaktor Louis Ruffieux sagte.
Für das neue Erscheinungsbild verantwortlich zeichnet das
Zürcher Grafikbüro von Kurt Schwerzmann, der bereits den
heutigen Auftritt der Zeitung gestaltet hat. Schwerzmann wurde
laut Mitteilung auch für ein Redesign der Walliser Tageszeitung
Le Nouvelliste ausgewählt. La Liberté und Le Nouvelliste sind seit 2004 in einer Partnerschaft verbunden.


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Martial Leiter in der Galerie du Château in Avenches

Pierre Keller / Wer Berge zeichnen und malen will, benötigt dazu ein gerüttelt Mass Visionen. Darstellung allein reicht nicht aus – mehr noch: je präziser und bildhafter die Darstellung, desto naiver, verniedlichter und bedeutungsloser erscheint das Bild. Der Berg wird zum harmlosen Kinderspielzeug. Das ist die Tücke dieses Objekts, das von vielen Malern verständlicherweise gerne gemieden wird. Bergbilder brauchen nicht nur Struktur sondern auch Resonanz wie wir sie bei Segantini deutlich beobachten können. Diese Resonanz zu finden und damit dem Berg seine Majestät, Wildheit und Gewalt zu geben, auf diesem Experimentierfeld situieren sich Martial Leiter’s Encres und Mischtechniken. Interessant und gut erfasst sind seine verschiedenen Bearbeitungen mit reinem Licht und Schatten. Die Bilder wirken skulptural und unantastbar, vermitteln also genau jene majestätische Grösse und Erhabenheit, die uns die Berge abfordern. Solche Bilder – es gibt eine ganze Reihe – machen den Betrachter betroffen und fordern ihm Respekt ab. Und gerade dieses Prädikat Respekt, ist Martial Leiter’s Vision und zeichnerische Grösse. Er macht uns nicht zu überhabenen Riesen vor seinen Zeichnungen (z.B. Kleinformaten), sondern zu Zwergen vor seinen klein gezeichneten Riesen. Das zu seinen Kleinformaten. In etlichen Bildern weist Leiter geradezu Glanzleistungen auf. Genannt seien seine eindrücklichen Steinbilder und die Nebelformationen. Diese figürlichen und gleichzeitig <ungewollten> Abstraktionen verblüffen. So wie auch die Vogelscheuchen (Mischtechnik), die Figur und Abstraktion gleichzeitig sind. Martial Leiter ist nicht nur ein brillanter Zeichner, sondern auch ein beneidenswerter Denker. Sein Mix aus Kunst und Intellekt grenzt nicht selten an Perfektion.
Die optimal gestaltete und sehenswerte Ausstellung dauert noch bis zum 16. Mai 05.
Tel. 026 675 33 03


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Avenches Opera: NabuccoIn dieser und nächsten Ausgaben präsentiert LeLac die wichtigsten Interpreten und Künstler aus Verdi’s Nabucco.

Leo Nucci in der Titelrolle Nabucco

Leo Nucci stammt aus der Nähe von Bologna und debütierte als Preisträger des Gesangswettbewerbs von Spoleto als Rossinis Figaro. 1973 sang er seinen ersten Rigoletto und 1977 den Figaro an der Scala. 1978 öffneten sich ihm alle bedeutenden Theater Europas, Nord- und Südamerikas und Japans. Darunter die Wiener Staatsoper und die New Yorker Met, mit denen er bis heute eng verbunden ist. Er arbeitete mit Dirigenten wie Karajan, Solti, Giulini, Muti und vielen anderen grossen Namen. Die Gestalten Verdis nehmen in Leo Nucci’s Karriere eine zentrale Stellung ein. Zahlreiche Auszeichnungen dokumentieren das grosse Können dieses Künstlers. 1997 war er in Avenches bereits in der Traviata zu hören und feierte einen grossen Erfolg.


Renato Bruson in der Titelrolle Nabucco

Renato Bruson stammt aus Granze im Veneto, studierte in Padua und darf als einen der grössten Baritone unserer Zeit bezeichnet werden. Seine eindrucksvolle Karriere führte ihn in alle wichtigen Theater und Konzertsäle der Welt. Eine enge Zusammenarbeit mit Riccardo Muti hat ihn bis heute immer wieder künstlerisch motiviert. Weitere wichtige Stationen in seiner steilen Karriere sind neben massstabsetzenden Plattenaufnahmen die Wiener Staatsoper, wo er seit seinem Macbeth-Debut seit 1978 jedes Jahr auftritt, Othello unter Carlos Kleiber und Saisoneröffnungen mit Nabucco und Macbeth unter Muti an der Scala sowie zahlreiche Auftritte bei den Salzburger Festspielen. Mit Renato Bruson wird Avenches einen der ganz grossen Namen der Oper beherbergen.Regisseur


Pier Francesco Maestrini

Pier Francesco Maestrini wurde in Florenz geboren. Daselbst humanistische Studien und Ausbildung in Gitarre und Komposition. 1993 debütierte er als Regisseur im Barbier von Sevilla an der Japan Opera von Tokio. Seither hat er über 60 Inszenierungen gezeichnet und die Zusammenarbeit erfolgte mit international renommierten Interpreten auf den grössten italienischen Bühnen und im Ausland. 2003 triumphierte er mit Nabucco in Trieste (Titelrolle Renato Bruson!). Dieselbe Produktion feierte schon 2001 in Ravenna einen grossen Erfolg und eröffnete 2003/04 in Tel Aviv die Spielzeit. Mit seinen eigenwilligen Inszenierungen ist er regelmässig ein willkommener Gast in ganz Italien, Moskau, Tokio, Sevilla, Bilbao, Taipei und Südamerika. In Avenches wird Pier Francesco Maestrini einen der wichtigsten Posten der Nabucco-Aufführung besetzen.

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  Last Update
30.1.2012
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