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Im LeLac nicht publizierte Artikel GastroSuisse beschäftigt rund 215'000 MitarbeiterInnen GastroSuisse-Zentralpräsident Klaus Künzli
betonte anlässlich der
Foto: römische Weinfässer mit 800 Lt. Inhalt Pierre Keller / Die Ausstellung ist ein Renner, und
wir haben zu ergründen versucht warum sie ein Renner ist. Zum Ersten
ist bestimmt die Materie Holz in ihrem ganzen Reichtum und ihrer Vielfalt
ein zugkräftiger Magnet. Dass Holz im Altertum Verwendung fand ist
an sich keine Neuigkeit, wenn jedoch von Römern gesprochen wird denkt
man an grausame Kaiser, an Legionäre und Gladiatoren. Die Römerin
in ihrem Foyer und Haushalt mit feingearbeiteten Holzgegenständen
und Objekten hantierend zu entdecken, macht Freude und öffnet andere
Welten. Mindy Boutique
Foto: Andrea Dobal Pierre Keller / Einfache und ästhetisch sehr ansprechende
schwarze Keramik, kunstvoll eingeschliffene Gläser, und Zigeunerkörbe
in allen Formen und Grössen. So präsentiert sich typisch ungarisches
Kunsthandwerk in der Mindy Boutique an der Rue Centrale 39 in Avenches.
Eine Kultur, die mit unserer schweizerischen viel gemeinsam hat ausser,
dass in den ländlichen Gegenden Ungarns, Kunsthandwerk wirklich
noch von Hand gefertigt wird! 25 Jahre im Dienste des Vullys
Foto: Michel Eichenberger Während 25 Jahren war Michel Eichenberger im Komitee der Société de développement du Vully - SDV und seit 1992 präsidierte er die SDV. Als ich 1979 in das Komitee der SDV eintrat, in welcher vor allem Geschäftsleute waren, sprach man auch ein wenig über den Tourismus. Als der Verein 1948 gegründet wurde, ging es nicht um den Tourismus, sondern um die einheimischen Produkte, wie das Gemüse, den Wein usw. zu fördern teilt uns Michel Eichenberger mit. Michel Eichenberger, der bis vor kurzem auch das eigene Bauunternehmen führte, war während 20 Jahren Präsident der FDP Bas-Vully und von 1996 bis 2001 als Grossrat tätig. Wir sprachen mit Michel Eichenberger über die Entwicklung des Tourismus im Vully. König des Vullys! Michel Eichenberger war immer ein sehr aktiver Unternehmer und Politiker, der es immer wieder verstand, das grosse Know-how und Beziehungsnetz, das er in all diesen Jahren aufgebaut hat, nicht nur für sein eigenes Geschäft zu nutzen, sondern besonders auch für die Förderung des Vullys. Die grosse Popularität, die der Unternehmer und Politiker hatte, war nicht immer jedermanns Geschmack, für einige wurde Michel Eichenberger zu mächtig. Nach seinem Rücktritt als Präsident des SDV sind sich aber alle wieder einig, Michel Eichenberger hat sich in den letzten Jahren wie kein anderer für den Vully eingesetzt. Wasserkorrekturen der Juraseen schaffte mehr Land Bereits die ersten Wasserkorrekturen der Juraseen zwischen 1880 und 1900 schaffte neues Land rund um die drei Juraseen. Dieses Land sei automatisch denjenigen Landbesitzern zugesprochen worden, die das Land hinter diesem neuen Land besassen. Das Land mit Seeanstoss sei damals um die 50 Rappen pro Quadratmeter gehandelt worden. Sehr schnell interessierten sich die Berner für dieses Land, welches sich mitten im Schilf befand. Die einheimische Bevölkerung staunte über das Interesse der Berner und verkaufte ihnen dieses heute kaum mehr bezahlbare Land mit Seeanstoss, die darauf kleine Ferienresidenzen bauten. Bis in die siebziger Jahre habe die SDV nur von den Mitgliederbeiträgen gelebt und sei sehr arm gewesen. Dieses Geld wurde damals in die heute 120 Bänke, die sich heute entlang den Fusswegen befinden, investiert. Erst als das neue Tourismusgesetz in Kraft gesetzt wurde, konnte die SDV die lokale Aufenthaltstaxe von 60 Rappen einkassieren. Erst seit den 60-Jahren spricht man im Vully vom
Tourismus Laut Michel Eichenberger wurden In den 60er Jahren
die ersten Fusswege geplant, die heute von Sugiez, Nant, Praz, Môtier,
Guévaux und Cudrefin alle in Richtung Mont-Vully führen. Dies
war der eigentliche Beginn des Tourismus im Vully. Immer mehr Wanderer
aus den Städten kamen in die Gegend und lernten den Vully kennen.
In den 60er und 70er Jahren wurden die vier Campings von Sugiez eröffnet.
Als der Papa Raymond Mitten im Schilf das heutige Camping des trois
lacs bauen wollte, sagten viele, der spinnt total. Heute ist der Camping
trois lacs ein super Camping und die Camping von Bôle, Bützberg,
Sélaz haben auch sehr schöne Lage teilt uns Michel Eichenberger
mit. Im Sommer leben heute zwischen 2'500 und 3'000 Personen in diesen
vier Campings von Sugiez. Zum Vergleich, der Haut-Vully hat heute ca.
1200 und der Bas-Vully ca. 1800 Einwohnern. 2003 mit über 132'000 Übernachtungen In den 157 Ferienhäusern im Haut-Vully zählte
das Office du Tourisme du Vully letztes Jahr 23'500 Übernachtungen,
im Bas-Vully, in den 86 Ferienhäusern, 12'900 und in den vier Campings
90'500 Übernachtungen. Weiter kommen 1950 Durchgangsübernachtungen
und 3800 Hotelübernachtungen dazu, was insgesamt 132'650 Übernachtungen
fürs Jahr 03 ergibt. Ich bedaure, dass uns Madame Tourisme du Vully verlassen hat Im Gespräch mit Michel Eichenberger zeigt dieser
eine grosse Enttäuschung, dass die SDV es nicht schaffte, Christiane
Binder, die seit 1992 während 10 Jahren den Office du Tourisme mit
grossem Einsatz und Erfolg führte, weiterhin für den OTV zu
gewinnen. In der Zeit von Christiane Binder haben sich erstmals die Verkehrsvereine
Vully, Kerzers, Murten und Avenches zu Gesprächen zusammengefunden.
Heute tauschen diese Verkehrsvereine regelmässig Informationen untereinander
aus und entwickeln gemeinsam Angebote, dies sei für den Touristen
sehr wichtig, denn dieser sei an der ganzen Gegend und nicht nur an Murten
oder am Vully interessiert. Ich selber war manchmal mehr Murtner
als Vullierain betont Michel Eichenberger lachend und denkt an die
Abenden, die er in Murten und speziell im Navy-Club verbracht hat, den
er mit Fritz Stauffer vor ca. 30 Jahren gebaut hat. Germanisierung des Vullys In seiner Zeit als Präsident der SDV haben ihm viele immer wieder den Vorwurf gemacht, dass er zu viele Touristen und besonders auch Deutschschweizer Einwohner in den Vully bringt. Auf diesen Vorwurf antwortet Michel Eichenberger: Es ist kaum machbar, wenn wir die Touristen zählen und die Barriere schliessen wenn eine bestimmte Zahl erreicht wird. Unser Wein wird nicht vom Lausanner oder Genfer getrunken, sondern vom Berner, Basler usw. und von uns selbst. Auch viele Weinproduzenten im Vully sind mit einer deutschsprechenden Frau verheiratet. Ich habe einmal erlebt, dass sich ein Berner hier ein Haus gekauft hat. Nachdem sich dieser hier gut eingelebt hatte, beklagte sich dieser an einer politischen Versammlung der FDP über die Invasion der Berner im Vully und verlangte, dass man diesen kein Land mehr verkaufen solle. Ich habe ihm gesagt, dass er ein Egoist sei. Im Übrigen haben die Vullierains das Land diesen Leuten verkauft. Sanfter Tourismus Auch wenn wir in Murten über genügend Hotelzimmer
verfügen, haben wir im Vully ein Defizit an Hotelzimmern, meint Michel
Eichenberger. Mit einem grösseren Angebot an Hotelzimmer, könnten
die Touristen länger im Vully bleiben. Seit der Durchführung
der Expo.02 und des ersten SlowUp könne man deutlich feststellen,
dass viele Touristen wieder in diese Gegend kommen, viele dieser Touristen
würden lieber auf dem Land übernachten, als in der Stadt. Es
sei wichtig, dass man einen sanften Tourismus, wie man ihn heute im Vully
hat, weiterführt. Ich sehe nicht, dass man künftig die
Touristen mit einer Sesselbahn auf den Vully befördert usw.
betont der zurückgetretene Präsident der SDV und meint weiter
wenn ich über diese Zeit zurückdenke, kommen mir grosse
Emotionen rauf, die mich ins zittern bringen. Als Michel Eichenberger
auch über den Artikel, den der Syndic du Bas-Vully über Michel
Eichenberger in der Feuille dAvis dAvenches veröffentlicht
hat, spricht, kann er die Tränen kaum mehr verbergen. Société de développement du Vully SDV Gegr. 1948 Giuliano Pedretti in der Galerie Laué, Avenches
Foto, Werk von Pedretti Pierre Keller / Um der aktuellen Giuliano Pedretti-Ausstellung
in der Galerie Laué in Avenches gerecht zu werden, wäre eine
Le Lac-Doppelseite ungefähr der angemessene Artikelrahmen! Pedretti
ist ein auusergewöhnlicher Künstler und Zeitgenosse. Seine zahlreichen
intensiven Schaffensperioden reihen sich zu einem Lebenswerk, das den
Künstler zu einem Meilenstein der modernen Skulptur und Zeichnung
machte. |
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