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Im LeLac nicht publizierte Artikel

Avenches - frischer Wind im Hôtel-de-Ville


Raphaël Gobet (l), Frank Desormiere (r)

Von Pierre Keller / Ehrwürdig ist es geblieben; von gewisser Noblesse und gehobenem Niveau. Ein bisschen nostalgisch verträumt wie das Städtchen auch - ohne Stress und Hetze - gemütlich und anspruchsvoll gleichermassen, aber, der frische Wind ist präsent. Raphaël Gobet (32) der neue Patron, ist kein unbekannter im Hôtel-de-Ville. Seine zehnjährige Erfahrung als bewährter Chef de service sind in guter Erinnerung. Seine, von Gästen und Passanten stets geschätzten menschlichen und professionellen Qualitäten, wie auch sein tadelloser Führungsstil haben sich nun seit dem 1.Nov. 03 auf das ganze Etablissement ausgeweitet. Er ist im eigenen Reich zum kompetenten und weitsichtigen Patron herangereift. Das verspricht Qualität, Kontinuität und neue Initiativen in einem, und sichert auch das Vertrauen der Stammgäste und verwöhnten Feinschmecker aus nah und fern. Ein Bilderbuchstart für den jungen Unternehmer!
Bewährte Traditionen blieben beim Neustart unangetastet. Die aufmerksame und freundliche Bedienung erinnert in ihrer vornehmen Zurückhaltung den Gast an das gewisse Etwas hochstehender Dienstleistungen und hoher Ansprüche der Gäste, und dass speisen und geniessen eine hohe Kultur der Schönheit und des guten Geschmacks ist. Dass dies in Zukunft bei Tisch auch so bleiben wird, dafür sorgt der neue Küchenchef Franck Desormiere (37) als Spitzenkoch der Südfanzösischen Tradition. Differenzierte Würze, zarte Grilladen und marktfrisches, junges Gemüse sind seine Leitlinien, um den Gast zu verwöhnen. Kein Umsturz und auch kein Erdbeben also; der frische Wind bläst in bewährter Richtung, und trotz gutklingenden und magistralen Empfehlungen, hat das Hôtel-de-Ville nichts von seiner beliebten francophonen Gemütlichkeit eingebüsst. Den Gast erwartet wie eh und jeh eine junge, aufgestellte 7 Frau- und Mann-starke Crew.

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Zwei Tage Fasnacht in Courtepin
(13. und 14. Februar)

Laut Michel Louis, Präsident des Organisationskomitees der Fasnacht, findet die Fasnacht von Courtepin/Courtaman/Wallenried erstmals während zwei Tagen statt. Vor Fasnachtsbeginn läuten zwei Guggen zwischen 19h30 und 20h30 in den Restaurants von Courtepin, Courtaman und Wallenried die Fasnacht ein. Erstmals findet am Freitag um 21h01 die offizielle Eröffnung der Fasnacht mit einer Übernahme der beiden Schlüssel der Gemeinden Courtepin und Wallenried, durch das OK der Fasnacht, einer Ansprache der beiden Gemeindepräsidenten und des Präsidenten des OK der Fasnacht. Als Ehrengast werden Stadtpräsident von Freiburg und neu gewählter Nationalrat, Dominique de Bumann und eine „weltbekannte“ Persönlichkeit aus dem Seebezirk erwartet. Ab 21h31 lädt DJ Momo zum Tanz ein und zwischendurch spielen die Guggen von Courtepin und Plaffeien im Kirchgemeindesaal. Dort wird den Gästen der Fasnacht auch kulinarisch einiges geboten. Um 00h01 werden die besten Masken (beste Verkleidung) prämiert.

 

Am Samstag wurde alles um eine halbe Stunde vorverschoben

Um 12h01 treffen sich die sieben Guggen am Bahnhof und um 15h01 findet der Startschuss des Umzuges (Route de l’Industrie, Courtaman), mit 24 Gruppen, statt. Michel Louis ist besonders stolz, dass erstmals ein Guggenmusik aus Murten, die Ringmurechutze, am Umzug mitmacht. Für ZuschauerInnen ist der Umzug gratis. Um 17h01 beginnt der Prozess des Wacoucou, der anschliessend verbrennt wird, um 17h31 beginnt der Fasnachtsabend, ab 18h01 lädt DJ Momo wiederum zum Tanz ein, zwischendurch spielen die anwesenden Guggen, die um 23h30 gemeinsam ein „kleines“ Monsterkonzert geben. Zum Essen bietet die Fasnacht von Courtepin das traditionelle Geschnetzelte zum Preis von Fr. 10.--, Bratwürste, Sandwichs usw. und das Bier zwischen 22h01 und 22h31 für 2 Franken an. Das OK legt auch grossen Wert auf die Sicherheit und bietet seit einigen Jahren die ERREM-Sécurité auf, die in den letzten Jahren dafür sorgte, dass die Fasnacht ohne unangenehme Vorkommnisse durchgeführt werden konnte. Für die Guggen und FasnächtlerInnen, die nicht mehr nach Hause fahren wollen, stehen Turnhallen mit genügend Matratzen gratis zur Verfügung.

 

Fasnacht auf www.carnaval-courtepin.ch

Seit Kurzem findet man das Programm der Fasnacht 04, die Geschichte der Fasnacht von Courtepin, das OK, Fotos der letzten Fasnacht und vieles mehr auf www.carnaval-courtepin.ch

 

Wacoucou am Carnaval d’Avenches

Da das Organisationskomitee während der Fasnacht sich ausschliesslich um den guten Verlauf der Fasnacht kümmert und nicht mitfeiern kann, geht das OK seit einigen Jahren an den Carnaval d’Avenches. Mit dem Wacoucou-Wagen, der einen neuen Kopf erhält, fährt das OK nach Avenches, nimmt damit am Umzug teil und feiert anschliessen mit den Avenchois mit.

 

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Jérôme Clément, Courtepin
Gegenwartskunst mit jahrhundertealter Tradition

Von Pierre Keller / Die einzigartige Schmitte in Courtepin, die Jérôme Clément (27) Ende letzten Jahres übernehmen und kaufen konnte, setzt selbst gewiefte Kenner und alte Insider des Ferronneriegewerbes in Staunen und Begeisterung - ein grosser Maschinenpark aus tonnenschweren Stahl- und Gusskolossen mit Originalwerkzeug aus den Jahren 1920! Für jedes Gewerbe- und Berufsmuseum wäre diese Arbeitsstätte aus vergangener Zeit ein heissbegehrtes Sammelobjekt. Der ausgebildete Fachmann, Künstler und Ideologe Clément weiss jedoch mit den Maschinen umzugehen und sie in aufwendiger Pflege funktionstüchtig zu erhalten. „Als stillgelegte Museumstücke wären sie bereits nach wenigen Jahren nicht mehr zu gebrauchen“, erklärt er. Nostalgie kommt auf, wenn man den Künstler in ohrenbetäubendem Lärm an den feuer- und funkenspeienden Ungetümen, am Schmelzofen (1’200-1’500°) und Amboss hantieren sieht. Gross auch das Staunen, wenn aus den Maschinen und unter seinen Händen filigranartige, fast zarte Gebilde entstehen. Wunderschöne Rosen, Blumen, Trauben und zierliche Ornamente wie aus 1001 Nacht. Jérôme Clément ist ein wirklicher Meister seines Fachs. So erstaunt es nicht, dass seine abenteuerlich anmutende Schmitte als einzigartiges Event, zum Anziehungspunkt und Magneten für Besucher wie Schulen, Vereine und für kulturelle Anlässe geworden ist.
In seinem Ausstellungsraum lassen sich wertvolle Unikate seines künstlerischen Schaffens entdecken. Über Ornamente, Kerzenständer, Beschläge und Gerätschaften bis zu wuchtigen Aushängeschilder für Geschäfte und Hotels, und tonnenschweren Einfahrtstoren und Umzäunungen für Villen und Maisons de maître. Aber auch Architekten sind angesprochen, die reiz- und sinnvolle Verbindung von Schmiedeisen mit Glas und Beton neu zu entdecken. Ebenfalls sind es Künstler, die sein handwerkliches Geschick und seine Optik für formale Ästhetik und Schönheit in Anspruch nehmen.
Jérôme Clément kämpft weder ums Überleben noch um mangelndes öffentliches Interesse und Ansehen. „Hier in der Schmitte besinnt sich der Mensch – und hauptsächlich der Jugendliche – darauf, dass Hände nicht nur für die Tastatur des Computers da sind!“, meint er. Dass sich auch viele junge Mädchen und Frauen für die Schmitte interessieren ist ein Synonym und Zeichen der Zeit, dass sich unsere Gesellschaft an fundamentale Werte im Leben wieder erinnert. Was gibt es beglückenderes, als ein Kunstwerk oder Objekt das man mit eigenen Händen geschaffen hat?“
Man darf ruhig behaupten, dass die Gemeinde Courtepin mit Jérôme Clément - und seiner Schmitte als lebendige Vergangenheit - ein gutes Stück reicher geworden ist! So sind Besucher in Courtepin und Clément’s Werkstatt immer gerne gesehen und werden hautnah mit dem einst rauhen Gewerbe bekannt gemacht. Aber bitte ohne Stöckelschuhe, Seidenkleid und Nadelstreifen...!
Tel.-Auskunft für Interessierte und Besucher: 026 684 17 64 (Jérôme Clément)

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  Last Update
30.1.2012
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