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Im LeLac nicht publizierte Artikel
Fussball im Vatikan Vatikan - Gott spielt immer mit
Vatikan u.Fussball Kurt Rumo / 44 Hektar Staatsfläche, rund 1000 Einwohner. Auf dem Petersplatz, im vatikanischen Museum und in den päpstlichen Gemächern sowie in der Sixtinischen Kapelle ist das Ballspiel ohnehin untersagt. Da bleibt wenig übrig für die Gestaltung von Fussballplätzen. Folgerichtig sind die Vatikaner 1993 auf Calcetto umgestiegen - das Spiel fünf gegen fünf auf einem Kleinfeld. Seit 1972 wird eine offizielle Meisterschaft ausgespielt mit 16 Mannschaften, um vor allem etwas für die körperliche Fitness und das Gemeinschaftsgefühl der Vatikan-Mitarbeiter zu tun. Da kämpfen einmal im Jahr die Bediensteten der Vatikanischen Museen gegen die Männer von Radio Vatikan, die Mitarbeiter der staatlichen Zeitung ?Osservatore Romano" gegen die Rekordmeister vom Telefondienst, die Schweizergarde, gegen die Postangestellten. Die Spiele sind kürzer als reguläre Fussballspiele. Pro Halbzeit darf jedes Team eine Auszeit nehmen und zwei Minuten verschnaufen. Zusätzlich zu den üblichen gelben und roten Karten kann der Schiedsrichter auch blaue Karten zücken. Sie verbannen einen Spieler bei schweren Regelverstössen für fünf Minuten an den Spielrand. Der Vatikan ist kein Mitglied der FIFA. Trotzdem hat der kleinste Staat der Welt eine eigene Fussball-Nationalmannschaft, die an der Fussball-Weltmeisterschaft der Nicht-FIFA-Mitglieder teilnimmt, da man nicht genügend Fussballspieler mit vatikanischer Staatsangehörigkeit hat. Diese besitzen nur die Angehörigen der Schweizergarde sowie die Kardinäle mit Wohnsitz Rom. Die Trikots der Nationalmannschaft sind in den gelb-weissen Landesfarben gehalten und vor jedem Spiel wird die vatikanische Nationalhymne gesungen. Ein Sprecher der UEFA sagt, selbstverständlich könne der Vatikan offizielles Mitglied werden, sofern er die Bedingungen erfülle. Theoretisch könnte eine Vatikan-Elf an der EM-Qualifikation 2012 teilnehmen. Freundschaftsspiele hat das Land bereits absolviert, aber immer gegen andere Kleinstaaten wie San Marino oder Monaco. Etwa erkämpfte es sich 1994 ein 0:0 gegen San Marino. Stattdessen treffen sie gegen Pilger an. Für diese Spiele wird ausserhalb des Vatikans auf Fussballplätzen nahe dem Petersdom gespielt. Das Land ist zu klein für ein ligataugliches Stadion. Der FC Schweizergarde wurde 1975 gegründet. Die Spieler bezeichnen laut Zeitungsberichten den Papst als ihren Vereinspräsidenten und verweisen stolz darauf, dass er sie in einer Morgenandacht ?nicht meine Knechte, sondern meine Freunde" genannt hat. Als im April 2005 Joseph Ratzinger zum Papst gewählt wurde, meinte Kardinal Tarcisio Bertone, die ?Nummer zwei" im Kirchenstaat: ?Die Kirche hat ihren Beckenbauer gefunden!". Benedikt XVI sei ?wie ein zurückgezogener Regisseur, der aber lange Pässe in die Tiefe schlagen kann". Den Gardisten hat es bislang noch nie zum Gewinn der Vatikanmeisterschaft gereicht. Weder bei den Partien mit elf Spielern, für welche die Schweizer beim amerikanischen College Gastrecht geniessen, noch beim beliebten Campionato Di Calcio A Cinque Dipendenti Vaticani. Die Schweizergarde spielt oft gegen Maturaklassen oder Vereine aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Schweizergardisten haben nachweislich lange vor 1975 Fussball gespielt. Meist verstärkten sie zu dritt eine andere Vatikanmannschaft. Ein Foto beweist zudem, dass es schon 1924 einen FC Guardia gegeben haben muss. Und wer weiss, vielleicht finden Historiker bei der Aufarbeitung der Geschichte der Schweizergarde zufällig einen noch früheren Beleg. Immerhin wurden in Norditalien, in Venedig, Padua und Bologna seit dem 15. Jahrhundert volkstümliche Fussballspiele ausgetragen. Nur die Römer und die Bewohner des Vatikans sollen keine Frühform des Fussballs gekannt haben? Undenkbar! Für uns Schweizer ist dies darum von Belang, weil der erste Schweizer Fussballer durchaus ein Schweizergardist gewesen sein könnte - in der Schweiz selbst reichen die gesicherten Fussballbelege nicht vor 1869 zurück.
Lausanne: Rte de Berne Lausanne will Zufahrt für Autofahrer aus der Broye erschweren
Frédéric Haenni Der grüne Staatsrat vom Kanton Waadt, François Marthaler, will die Kantonsstrasse RC 601a von Chalet-à-Gobet bis zur Kreuzung Les Croisettes in eine umweltfreundliche Kantonsstrasse umgestalten. Die heute teilweise zweispurige 3750m lange Kantonsstrasse soll in eine Strasse mit einer Busspur sowie Fussgänger-und Velospur umgewandelt und die Geschwindigkeit limitiert werden. Grossrat Frédéric Haenni aus Vallamand, unterstützt von 31 Gemeinden von insgesamt 52 Gemeinden aus dem Broyenbezirk, sind gegen dieses Projekt. Frédéric Haenni hat deshalb am 8. Januar dieses Jahres eine Motion, die dieses Projekt mit einer massiven Verbesserung des öffentlichen Verkehrs verbindet, bei der Kantonsregierung abgegeben. Diese Motion wurde als Postulat bei der Kantonsregierung hinterlegt. Les ch'tis de la Broye Am 20. Mai dieses Jahres bekräftigte Staatsrat François Marthaler vor dem Grossen Rat, dass die 50 Sekunden, die seiner Meinung nach die Fahrt zwischen Chalet-à-Gobet und der Kreuzung Les Croisettes länger dauern würde, durch ein flüssigeres Fahren bis in Zentrum kompensiert würde und ergänzte, dass dies auch ein Vorteil für die Ch'tis aus der Broye sei. 30'000 Fahrzeuge fahren täglich via RC 601a nach Lausanne Laut Frédéric Haenni kommen 12'000 von insgesamt 30'000 Fahrzeuge, die via der RC 601a nach Lausanne fahren, aus dem Broyenbezirk und dem Jorat. Für ihn ist es unverständlich, dass kein P+R im Gebiet des Chalet-à-Gobet geplant ist, damit die Pendler per Bus zur Metro-Station Croisettes fahren können. 1Std 25 Minuten braucht die SBB von Avenches bis Lausanne Diejenigen Pendler, die lieber mit dem Zug von Avenches nach Lausanne fahren, sind 1 Stunde und 22 (oder 25) Minuten unterwegs. Nur derjenige Zug, der um 06h49 von Avenches abfährt, braucht nur 1 Stunde und 11 Minuten. Diejenigen Pendler, die um 08h arbeiten müssen, müssen allerdings den Zug von 06h11 in Avenches nehmen. Auch von Lausanne nach Avenches gibt es nur der Zug von 17h, der nach 68 Minuten in Avenches ist. Frédéric Haenni ist der Ansicht, dass eine bedeutende Abänderung der RC 601a nur dann akzeptiert werden kann, wenn auch Alternativen für den Pendlerverkehr und die Autobahnbenützer von Genf und dem Wallis angeboten werden.
Wetterfrosch beeinflusst das Geschäft der LNM
Jean-Jacques Wenger präsentiert neues Angebot Bis Ende August 2008 transportierte die LNM über 221'000 Passagiere (41'000 Passagiere mehr als per August 07). ?Wir sind vom Wetter abhängig und wenn im Fernsehen, Radio und in den Zeitungen eine schlechte Wetterprognose veröffentlicht wird, aber das Wetter trotzdem gut ist, kommen die Leute nicht aufs Schiff" betont Jean-Jacques Wenger, Direktor der LNM. Ein sonniges Wochenende bringt der LNM Einahmen von 100'000 Franken. Bei schlechtem Wetter dagegen erwirtschaftet die LNM am Wochenende knapp 5000 Franken. Seit drei Jahren ist Jean-Jacques Wenger Direktor der LNM (Société de Navigation Lacs de Neuchâtel et Morat). Die LNM wurde bis letztes Jahr von den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt mit 2,2 Mio. Franken subventioniert. Ab diesem Jahr bekommt die LNM 300'000 Franken weniger und bis ins Jahr 2014 wird diese Subvention auf 1,5 Mio. heruntergefahren. ?Obwohl wir dieses Jahr 300'000 Franken weniger erhalten, werden wir mit einem ausgeglichenen Budget abschliessen können" erklärt der Direktor der LNM. Bis Ende August konnte die LNM bereits für 1,144 Mio. Franken Billette (ganzes letztes Jahr 1,129 Mio.) verkaufen.
Für 15 Franken den ganzen Tag auf dem See verbringen Seit September bis Ende Oktober bietet die LNM eine Tageskarte für Fr. 15.-- (Kinder Fr. 7.50) für Kunden des öffentlichen Verkehrs an. Wer über ein Abonnement der SBB oder ein Ticket eines öffentlichen Verkehrbetriebes (gleicher Tag) verfügt, kann zum Aktionspreis den ganzen Tag auf den Schiffen der LNM (Neuenburger-, Murten- und Bielersee) verbringen. Ein Tagesticket der LNM kostet normalerweise Fr. 58.-- (online Fr. 24.--). Falls diese Aktion erfolgreich ist, wird sie nächstes Jahr wiederholt. Ab 09 will die LNM vermehrt Fahrten nach Biel anbieten ?Wir werden nächstes Jahr direkte Fahrten von Neuenburg und Murten nach Biel und ab Biel nach Murten und Neuenburg anbieten und diese erst noch billiger als die BSG, anbieten" betont Jean-Jacques Wenger. Damit will er eine Fusion zwischen der LNM (Société de Navigation Lacs de Neuchâtel et Morat SA) und der BSG (Bielerseeschifffahrt) provozieren. http://www.bielersee.ch/d/home/
Passagiere pro Hafensteg im LeLac Gebiet (inkl. Spezialfahrten) 07 bis August 08
Neuenburgersee Cudrefin: 11'443 10'725 Portalban:14'355 14'902 Murtensee/Broye La Sauge: 7'739 7'812 3 Lacs: 2'347 2'230 Sugiez: 6'275 4'684 Praz: 19'533 16'029 Môtier 15'217 13'056 Vallamand:4'452 6'476 Faoug : 2'921 2'771 Morat: 126'408 105'656
Môtier: Cru de l'Hôpital Gelungener Umbau der Bourgeoisie
Der 1973 von der Bourgeoisie gebaute Bau in Môtier wurde dieses Jahr gekonnt, dezent und funktionell umgebaut. Die BD Architekten aus Murten machten aus einem hässlichen Bau einen modernen schönen Bau, der sich sehr gut in die schöne Reblandschaft integriert. Der ganze Bau wurde mit einem grauen Eternit eingepackt, isoliert und mit einem neuen Vordach versehen. Im Innern wurde das Verkaufslokal, mit Sicht in den wunderschönen neuen Barrique-Keller, neu möbliert. Neue Büros entstanden und die Wohnung wurde renoviert. Insgesamt investierte die Burgergemeinde Murten eine halbe Million in den Umbau. Cru de l'Hôpital Der Name ?Cru de l'Hôpital" erinnert an die Zeiten (15 Jh.), als der Erlös aus dem Rebgut ausschliesslich der Finanzierung des Burgerspitals diente. Erste Reben wurden 1464 von der Burgergemeinde der Stadt Murten gekauft. Heute umfasst das Rebgut der Burgergemeinde eine Fläche von 9 ha, auf welchen Chasselas (41%), Pinot noir (32%), Gewürztraminer (7%), Pinot gris (6%), Chardonnay (4%) sowie Spezialitäten gedeihen. Seit März 2002 ist Christian Vessaz für den ?Cru de l'Hôpital" zuständig und erntete in den letzten 7 Jahren an der Expovina ZH Goldmedaillen, sowie an anderen Weinwettbewerben. Der dynamische Oenologe war einer der ersten, der im Vully den Assemblage einführte und sein Know-how den anderen Weinproduzenten weiter gab. In seinem Weinkeller werden jährlich um die 60'000 Flaschen abgefüllt und verkauft. Spezialitäten: Traminer, Sauvignon blanc, Viognier, Réserve des Bourgeois, Délicatesse des Bourgeoises. www.cru-hopital.ch
Claude Delley, Portalban Berufs-Fischer aus Passion
Pierre Keller / Schon als kleiner Knirps klaute er seinem Vater Fischereiutensilien und machte sich am und auf dem See im Verborgenen selbstständig. Heute vertritt er die Berufs-Fischerdynastie der Familie Delley von Portalban in 3. Generation. Weder harte, unregelmässige Arbeit noch ungesichertes Einkommen vermochten seiner Liebe und Faszination zum See, zur Natur und zu seinem rauen Beruf etwas anzuhaben. Seine Fischerhütte in Portalban ist eine Idylle der heute selten gewordenen Art. Sagt er doch selber: ?Auf dem See bin ich näher bei Gott als in der Kirche." Den Landmenschen und Hinterländlern fehlen oft das Verständnis und auch der Kontakt zum Berufsfischer, von denen es am Neuenburgersee deren 40 gibt. Sie alle kämpfen täglich um ihre Existenz und haben dieselben Überlebensprobleme wie Claude Delley. Er selbst nimmt es gelassen: ?Man darf nicht gegen die Natur leben wollen, der See gibt uns seinen Fisch wie er will; einmal viel, einmal wenig oder nichts - daran lässt sich auch mit Gewalt nichts ändern. Ich bin dem See dankbar für jeden guten Fang." Claude Delley hat Familie und Verantwortung. Aber zu diesem Einwand meint er verschmitzt: ?Ich habe Liliane, sie ist eine Superfrau, eine Frau die mit ihrem Beruf (Informatikerin) Verantwortung und Einkommen mitzutragen weiss; und da ist auch unser 16jähriger Sohn Cyrille, der jetzt einen Beruf erlernt und vielleicht später die 4. Generation unserer Fischerfamilie einläuten wird. Ich bin zuversichtlich, der See braucht uns Fischer wie das Festland die Bauern. Mit meiner Mutter, die oft in der Verarbeitung der Fische Hand anlegt, sind wir ein Familien-Klüngel der so schnell nicht auseinander fällt." Seinen frischen und sauber präparierten Fisch verkauft Claude Delley jeden Samstag auf dem Markt in Neuenburg und seine Filets gehen weg wie warme Semmeln. Der Binnensee-Fisch und seine zahlreichen Arten sind eine wichtige und gesunde Nahrungsquelle für den Menschen. Eine Delikatesse sind Claude Delley's nach eigenem Würzrezept selbst geräucherte Felchenfilets, die von Spitzenköchen der ganzen Region verlangt und den Gästen als regionale Spezialität serviert werden. Aber auch dabei lässt es der innovative Fischer von Portalban nicht bewenden. Wer die Mühe nicht scheut im Internet die Website www.delley.com anzuklicken stellt fest, dass sich Claude Delley in seinem geräumigen Fischerboot auch von neugierigen oder bereits begeisterten See-Touristen begleiten lässt. Eine solche <Matinée de pêche> ist ein unvergessliches Erlebnis, das völlig gratis angeboten wird. Damit rundet sich das Bild einer illustren Persönlichkeit und eines passionierten Berufs-Fischers, der den Glauben in seine Berufszukunft nie in Frage gestellt hat.
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